Metal Kultur Nacht im REX.Kulturhaus in Lorsch (4. Mai 2013)

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regioactive

Heavy Metal und Kultur scheint auf den ersten Blick nicht recht zusammen zu passen. Stimmt aber nicht. Schon längst ist die Musik der härteren Gangart dem reinen Untergrund entwachsen. Festivals wie Wacken Open Air oder Summerbreeze zählen zu den größten Veranstaltungen in Europa. Dennoch ist es nach wie vor eine Herausforderung für lokale Bands, geeignete Veranstaltungsorte zu finden – denn bevorzugt werden meist Coverbands ohnehin schon erfolgreicher Bands gebucht, da hier das Risiko für den Veranstalter vermeintlich niedriger zu sein scheint. Es ist daher sehr begrüßenswert, dass die Betreiber des im September 2012 runderneuerten Rex.Kulturhaus in Lorsch auch ein Forum für diese Form der Kultur bieten. Am 4. Mai werden bei der „Metal Kultur Nacht“ die regional und national bekannten Formationen Siock Sico, sHIT fOR bRAINS und out of damage unter Beweis stellen, welchen Stellenwert Heavy Metal heute in der Szene hat. Es werden ausschließlich eigene Werke zum Besten gegeben. Für Interessierte ist ein Reinschnuppern auf den Webseiten der Bands im Vorfeld möglich – die reine Energie wird jedoch nur Live erlebar!  Der Vorverkauf hat begonnen, Tickets sind in der Café Bar in Lorsch, bei Stefan Knaup Haarschneider in Einhausen und bei den Bands ab sofort erhältlich.

Out Of Damage (OOD): wurde im Jahr 2005 gegründet und proben in Heppenheim. Die Markenzeichen von Out Of Damage sind ein eigenständiger Sound, solide Riffs und abwechslungsreicher Gesang. Der Fünfer hat Metal, Thrash und Hardcore-Elemente zu einem sehr ansprechenden Mix (nein, das ist kein Metalcore!) für die Ohren der stetig wachsenden Supporter-Crew komponiert. Ein Ansatz, der auch bei den Kritiken immer wieder geschätzt wird (siehe u.a. METAL INSIDE, Musicreviews.de, BEHIND THE VEIL). Im Frühjar 2012 erschien die neueste Platte „No Superheroes In Town“. Bei dem neuen Werk wurde auch das Cover-Design mit in das Konzept integriert − die Scheibe hat einen amtlichen Old-School-Look – eine Hommage der fünf Freunde an den Metal der 90er Jahre. Zuvor wurde die erste EP Wake Up Call (2009) aufgenommen, auf der sich die zukünftige stilistische Entwicklung bereits abzeichnete. Metal.de schreibt: „Mit einer durchwegs pumpenden Melange gehen es OOD zumeist sehr druckvoll und aggressiv an, doch selbst wenn die Band für Abwechslung durch eher leise Töne zu sorgen [wissen], legen sie noch amtlich los.“ Bei zahlreichen Auftritten quer durch die Republik hat sich OOD eine stetig wachsende Fangemeinschaft („OOD Heroes“) erspielt.

OOD Live

OOD Live, 7er Mannheim, Nov 2012, /w the ODD Crew from Bulgaria

sHIT fOR bRAINS: wurde im Januar 1993 von Matthias Hechler (Guitars), Sanjai Shah (Drums), Michael Rohr (Vocals) und Gernot Leinert (Bass) in Südhessen gegründet. In nur wenigen Monaten wurde die erste CD lukewarm in Eigenregie geschrieben und produziert, auf der die Band 6 Thrash-Metalsongs mit progressiven Einflüssen präsentierten. 1997 folgte mit vortex cordis der erste Longplayer, aufgenommen im Stage One-Studio von Andy Classen (Holy Moses). Mit vortex cordis und einem Vertrag bei Rawk-Records hat sich sHIT for bRAINS bei zahlreichen Konzerten und Festivals im Raum Rhein-Main, Bergstraße (Südhessen), Heidelberg und Karlsruhe unter anderem mit Disbelief, Crematory, Hate Squad und Tankard auf sich aufmerksam gemacht. 1998 kam es zur vorübergehenden Auflösung der Band, die einzelnen Bandmitglieder engagierten sich musikalisch bei anderen erfolgreichen und internationalen Projekten und Bands wie Richthofen, Century und Crematory. Nachdem einige der sHIT for bRAINS-Musiker neue gemeinsame Projekte ins Leben riefen (BrotherCain 1999 – 2000, Crack a Smile 2001 – 2006) und zur Verstärkung Guitarrist Jan Fendler hinzu stieß, folgte 2006 die offizielle Reunion der Band. Von lukewarm (1993) über vortex cordis (1997) bis zum Release des selbtsproduzierten  und  in  Eigenregie  aufgenommenen Albums broken vow (2010, 2012 online-Release beim US-Independent-Label Magnatune) sind fast zwei Jahrzehnte vergangen. Lebenszeit angefüllt mit erschöpfenden und zugleich schöpferischen Momenten, Freundschaft und Unhabhängigkeit, was sich in dem Songmaterial widerspiegelt. Die Produktion der aktuellen sHIT for bRAINS-CD (u.a. Kohlekeller Studio) ist nahezu abgeschlossen (VÖ 2013), brace yourself…

sHIT for bRAINS Promo Pic

– sHIT for bRAINS Promo Pic

Siock Sico: “…die deutsche Nu Metal Hoffnung”, so titelt das online-Magazin regioactive über Siock Sico. Die 5 Heidelberger haben nach dem Einzug in die Finalrunde der besten 30 Schülerbands Deutschlands beim School Jam Contest 2008 längst den Newcomerstatus abgelegt und zeigen seitdem eindrucksvoll, dass es nicht zwangsläufig eines Major-Deals bedarf um im Crossover erfolgreich zu sein. 3 erfolgreiche Releases, über 100 gespielte Konzerte (u.a. Substage  Karlsruhe, Markthalle  Hamburg, K17  Berlin, LKA Stuttgart etc.)  und Festivals in Deutschland und dem europäischen Ausland, Supportslots für Szenegrößen wie Ill Nino und Exilia, eine Headlinertour durch Deutschland 2011 und eine stetig wachsende Fangemeinde sprechen dabei für sich. 2013 wird ein großes Jahr für eine Ausnahmeband, die wie kaum eine andere Alternative, Metal, Rock und Electro zu einer homogenen Mischung vereint. Es stehen die Aufnahmen zum nächsten Album und einer EP an. Es gilt 2 Tourneen quer durch Deutschland in 2013 zu bestreiten. Die Open Airs Mitteleuropas wollen im Sturm erobert werden.

Siock Sico: "…die deutsche Nu Metal Hoffnung."

Siock Sico: „…die deutsche Nu Metal Hoffnung.“